Berlin
03.11.2021 | 17.30 bis 19.30 Uhr
Loredana Nemes, (c) Ilana Lewitan
Podiumsgespräch | Dialog
Das Schicksal Jesu 1938 im Deutschen Reich?
Was vom Menschen übrig bleibt ...

Eine Veranstaltung des Projekts:
Adam, wo bist du?

Eine 4,40 Meter hohe Skulptur, eine leere KZ-Häftlingsuniform mit ausgestreckten Armen ... Ilana Lewitans bildgewaltige Kunstinstallation in Berlin stellt Fragen.

Die Biografie eines Menschen bestimmt nicht selten die Fragen, die man an das Leben stellt. Wer sind wir? Und wie wurden wir zu denen, die wir sind? So auch bei der Münchner Malerin und Objektkünstlerin Ilana Lewitan und Tochter von Shoah-Überlebenden.  
Aufgrund der Biografie ihrer Eltern stellten sich für die studierte Architektin Ilana Lewitan, die sich Mitte der 1990er-Jahre der Kunst verschrieb, auch neue Fragen im Hinblick auf ihre Identität. Aufgewachsen im katholischen Bayern hatte sie kein Wissen über die wahre Identität von Jesus / Jehoschua: „Das war für mich als Kind jemand, der hing gruselig-schrecklich an ein Holzkreuz genagelt … Bis ich begriff – Jesus war ein Wanderrabbiner.“ 

„Stellen Sie sich vor, Jesus hätte 1938 während der NS-Zeit gelebt. Was wäre mit ihm geschehen?“ Mit dieser fiktiven Frage lädt die Künstlerin Ilana Lewitan uns zu einer Reise durch ihre raumgreifende Installation ein. Was bedeutet selbstgewählte Identität? Und welche Identität wird jemandem von außen zugewiesen? 

„Menschen wurden und werden aufgrund ihrer Identität vertrieben, verbannt, vernichtet. Mir geht es bei dieser Ausstellung um existenzielle Fragen: Bin ich frei, meine Identität selbst zu bestimmen, oder wird sie mir auferlegt? Verhalten sich Menschen solidarisch, wenn jemand ausgegrenzt und verfolgt wird? Wer zeigt Zivilcourage, wenn Grundrechte verletzt werden? Diese Themen sind für mich als Tochter von Shoah-Überlebenden und als Künstlerin von zentraler Bedeutung. Menschen, ebenso wie die Kunst, haben ein Recht auf freie Entfaltung“, betont Ilana Lewitan im Gespräch mit Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber des Tagesspiegels.

In ihrer zehn Stationen umfassenden Installation verknüpft die Künstlerin Vergangenheit und Gegenwart und stellt das Thema der Identität in den Kontext einer zeitgemäßen und zukunftsgewandten Erinnerungskultur. „Adam, wo bist du?“ ist ein Experiment, bei dem jeder Besucher sich neu erfahren kann.  

Informationen zur Veranstaltung:

Am 3. November 2021 findet ein Gespräch zu folgendem Thema statt: „Das Schicksal Jesu 1938 im Deutschen Reich?“.

Dr. Manfred Osten im Gespräch mit Ilana Lewitan

15.30 bis 16.30 Uhr: Führung mit der Künstlerin durch die Ausstellung in der Parochialkirche

Weitere infos hier
Veranstaltungsdaten
Parochialkirche
Klosterstraße 67
10179 Berlin
Deutschland
Berlin
Infos/Tickets:
Informationen zum Veranstalter
Kunst im Dialog e.V.
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