Schwäbisch Gmünd | Baden-Württemberg
09.06.2021 | 19 bis 21 Uhr
Titel Gesamtflyer
Copyright: Brigitte Häussermann, Agentur freitagundhäussermann
Lesung | Bühne
Literarischer Salon zu „Die Hochzeit der Chani Kaufman“
Salongeschichten mit jüdischen Autorinnen und Künstlerinnen

Eine Veranstaltung des Projekts:
Frau – Jüdin – Künstlerin: Begegnungen im Salon

Von Hannah Ahrendt bis hin zu „Mutters Auberginensalat“: Im Gmünder Salon treffen sich Seele, Geist und Intellekt jüdischer Autorinnen und Künstlerinnen.
  • „Der Salon sei die kunstvollste Form des rauschenden Müßiggangs“, wusste bereits die Berliner Schriftstellerin und Salonnière jüdischer Herkunft Rahel Varnhagen (1771-1833). Über Jahrzehnte führte sie in Berlin einen Salon. Unter ihren berühmten Gäste fanden sich unter anderen Jean Paul, Ludwig Tieck, Friedrich Schlegel, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Bettina von Arnim und Georg Wilhelm Friedrich Hegel sowie mächtige Politiker, Gesellschaftsgrößen und Aristokraten.
    Die „Gmünder Salons“ in diesem Jahr stehen ganz im Zeichen jüdischer Autorinnen, Philosophinnen und Filmemacherinnen, die sich keineswegs nur als charmante und geistreiche Gastgeberinnen präsentieren werden. Die Texte verstorbener jüdischer Lyrikerinnen wie Hilde Domin, Rose Ausländer, Mascha Kaléko, Nelly Sachs, Else Lasker-Schüler kommen ebenso zu Gehör wie die der zeitgenössischen Autorinnen Mirna Funk, Adriana Altaras und Barbara Honigmann selbst. Biografien jüdischer Philosophinnen wie Hannah Arendt, Agnes Heller, Ruth Klüger werden vorgetragen. Spiel- und Dokumentarfilme wie Oma und Bella, Eva Hesse, Female pleasure und Yentl gezeigt. Und eine Rabbinerin wird erwartet. Zum Israeltag wird in einer Gmünder Schule ein Jugend-Salon eröffnet. Nicht fehlen darf ein kulinarischer Salon mit koscherem Essen und Tischreden und eine Klezmerparty mit der dänischen Band „Mames Babegenush“ (auf deutsch „Mutters Auberginensalat“).
    Die Veranstaltungen finden stets an einem Mittwochabend im Sommer statt. Willkommen sind selbstverständlich auch Männer.
  • Auch wenn heute in Schwäbisch Gmünd kaum mehr Jüdinnen*Juden leben, so spielt die jüdische Gemeinde in der Geschichte der Stadt eine nicht unwesentliche Rolle. Vor einigen Jahren wurde ein altes Adelshaus aus dem 13. Jahrhundert wiederentdeckt, das vermutlich als Synagoge diente. Bis 1501 bildete sie das Zentrum der jüdischen Gemeinde, bevor diese aus der Reichsstadt nach dem Pestpogrom vertrieben wurde. Ein vor wenigen Jahren errichtetes Kunstwerk erinnert an diese dunkle Zeit.

     

    Informationen zur Veranstaltung:

    Sie haben sich dreimal gesehen, sie haben sich noch nie berührt, aber sie werden heiraten: die 19-jährige Chani Kaufman und der angehende Rabbiner Baruch Levy. Doch wie geht Ehe, wie geht Glück? Eine fast unmögliche Liebesgeschichte in einer Welt voller Regeln und Rituale. Die Schauspielerin Gerburg Maria Müller liest ausgewählte Passagen aus Eve Harris‘ Debütroman und taucht ein in den Alltag, die Bräuche und Gesetze einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London: jüdischer Witz und britischer Humor inklusive.

    Weitere infos hier
    Zusatzinfos
    Eintritt frei
    COVID-19
    Gemäß aktueller Corona-VO
    Veranstaltungsdaten
    Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
    Milchgässle 10
    73525 Schwäbisch Gmünd
    Deutschland
    Baden-Württemberg
    Gebührenfrei - Anmeldung erforderlich via info@gmuender-vhs.de
    Infos/Tickets:
    Tickets telefonisch bestellen:
    Informationen zum Veranstalter
    Gmünder VHS
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