Köln/Berlin, 26.01.2021

27. Januar / Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

„Ein wichtiges Zeichen für den Schutz und die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland“

Presse-Information 05/2021

In diesem Jahr steht der 27. Januar – der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – auch unter dem Zeichen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. 
Aus diesem Anlass wird die 25. Gedenkstunde im Bundestag dieses Jahr in besonderer Form begangen. Eine restaurierte Torarolle wird durch die Repräsentanten der fünf Verfassungsorgane und der jüdischen Gemeinschaft fertiggestellt. Den Abschluss bildet traditionell das Schreiben der letzten Buchstaben.

Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, 321-Gründungsmitglied und Vorsitzender der Mitgliederversammlung erklärt hierzu: „Ich freue mich und bin dankbar dafür, dass die Torarolle in diesem besonderen Jahr abgeschlossen werden kann. Der symbolische Akt der Fertigstellung der Tora im Bundestag ist ein wichtiges Zeichen für die Zukunft und den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland.“ Als Gründungsmitglied des Vereins wünsche er sich, „dass es im Festjahr und auch darüber hinaus gelingt, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar machen. Wir wollen zeigen, wer wir sind, wie wir leben und was wir zur Gesellschaft beigetragen haben und bis heute beitragen“, sagt Lehrer.


Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Rüttgers, Bundesminister a.D., Ministerpräsident a.D. und 321-Gründungsmitglied und Vorsitzender des Kuratoriums erklärt: „Erinnerung zu pflegen ist nicht nur wegen der Leiden der Opfer, sondern auch wegen der Zukunft unserer Kinder eine wichtige Aufgabe. Schulen sollen sich deshalb im Unterricht intensiver als bisher mit jüdischem Leben befassen. Hochschulen sollen die Forschung zu jüdischem Leben intensivieren. Auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene soll die Erinnerungskultur stärker entwickelt werden. Als Gründungsmitglied des Vereins appelliert er an Deutschlands europäische Nachbarn und Partner, „mit uns gemeinsam eine europäische, in die Zukunft gerichtete Erinnerungskultur zu erarbeiten“.

Neben der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie 321-Kuratoriumsmitglied, Dr. Charlotte Knobloch, und der Publizistin Marina Weisband werden an der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag nach der Eröffnung durch Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble auch Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, der zugleich Schirmherr des Festjahres #2021JLID ist, Bundesratspräsident Dr. Reiner Haseloff, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesverfassungsgerichtspräsident Prof. Dr. Stephan Harbarth als weitere Vertreter der Verfassungsorgane teilnehmen.

Die Gedenkstunde, die vor 25 Jahren an dem vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiierten „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ eingeführt wurde, wird am Mittwoch, 27. Januar, um 11 Uhr live im Parlamentsfernsehen auf www.phoenix.de und im Internet auf www.bundestag.de übertragen.

In unserem Podcast #2021JLID, der am 27. Januar veröffentlicht wird, spricht Shelly Kupferberg mit dem Präsidenten des Zentralrats, Dr. Josef Schuster u.a. über das Thema „Gedenken“. Der Podcast wird auf der Homepage zum Festjahr unter: www.2021JLID.de/podcast und auf allen gängigen Streaming-Plattformen veröffentlicht.


Zur Torarolle:

Die Sulzbacher Torarolle wurde 1793 für die neue Synagoge in Sulzbach (Oberpfalz) geschrieben und gilt heute als eine der ältesten noch erhaltenen Torarollen in Süddeutschland. Durch viele Abnutzungserscheinungen war sie nicht mehr zu benutzen und war somit nicht mehr koscher. Beim 125-jährigen Jubiläum der IKG Amberg 2019 kamen verschiedene Politiker*innen – unter ihnen Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung – auf den Gedanken, die Torarolle im Festjahr #2021JLID zu präsentieren. 

Alle Informationen rund um das Festjahr sind auf der Homepage www.2021JLID.de zu finden – und auf den Sozialen Kanälen.

•         Facebook: www.facebook.com/2021JLID

•         Instagram: www.instagram.com/2021JLID 

•         Twitter: www.twitter.com/2021JLID

Für Rückfragen: 

Nambowa Mugalu
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.
c/o Synagogen-Gemeinde Köln · Ottostraße 85 · 50823 Köln
Telefon: +49 221- 968 828-22 & +49 221- 968 828-30
Fax: +49 221 – 968 828 -92
E-Mail: nambowa.mugalu@2021JLID.de ·  www.2021JLID.de
Facebook: www.facebook.com/2021JLID · Instagram: @2021JLID

Download Article (PDF)